Titel:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Logo:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Suche:


Schriftmenü:

Schriftgrösse: ||

Inhalt:

Naturschutzgebiet Haenge der Neyetalsperre (GM-093)

Objektbezeichnung:

NSG Haenge der Neyetalsperre

Kennung:

GM-093

Ort: Hueckeswagen
Kreis: Oberbergischer Kreis
Bezirksregierung: Köln
Digitalisierte Fläche: 12,03 ha
Offizielle Fläche: 12,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2013
Inkraft: 2013
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4810-0064
Kennung:

BK-4810-0064

Objektbezeichnung:

Wälder nördlich der Neye-Talsperre

Link zur Karte: BK-4810-0064
Objektbeschreibung: Nördlich der Neye-Talsperre stocken großflächige Wälder, die sich sowohl aus standortgerechten Buchenmischwäldern, als Nördlich der Neye-Talsperre stocken großflächige Wälder, die sich sowohl aus standortgerechten Buchenmischwäldern, als auch aus Eichenmischwäldern und verschiedenen Nadel- und Laub-Forsttypen zusammensetzen. Im östlichen und nördlichen mittleren Teil des Komplexes stocken großflächige Buchenmischwälder mit Altholzbeständen. In der Strauchschicht findet man häufig Stechpalme und Buchen-Naturverjüngung. Angrenzend an die Ufer der Talsperre findet man junge bis maximal mittel alte Buchenwälder, teilweise gemischt mit kleinflächigen Eichenmischwäldern, Fichtenwäldern, Roteichenforsten und anderem. In 2010 fallen besonders die großflächigen Schlagfluren aufgrund von Sturmschäden aus den vorherigen Jahren auf. Offensichtlich sind besonders alte Fichtenwälder den Stürmen zum Opfer gefallen, jedoch werden vielfach wieder die nicht standortgerechten Fichten angepflanzt. Daneben sind in den nördlichen Teilen des Waldkomplexes alte und junge Buchenwälder, Buchenmischwälder und einige älteren Bestände an Fichtenforsten zu finden sowie kleine Forsten und Wälder aus Ahorn, Linde und Eiche. Mehrere naturnahe Quellbäche mit begleitenden Erlen-Eschen-Ufergehölzen, Erlen-Eschen-Bachauenwald, Milzkraut-Fluren und Winkelseggen-Säume fließen in Richtung Talsperre. Man findet außerdem drei kleine Feuchtwiesen und -weiden im mittleren Teil des Komplexes und im Norden. Die nördliche Feuchtweide zeigt noch Anklänge an nährstoffarme Standorte mit Spitzblütiger Binse, Sumpfschafgarbe und Schmalblättrigem Wollgras. In den Tälern der Quellbäche findet man weiterhin kleinflächige Reste von verlandenden Teichen. Laubwälder mit Quellsiefen sind typische Biotopkomplexe und prägend für das Bergische Land, wobei dieser Komplex aufgrund seiner besondere Großflächigkeit von Laubwäldern hervorzuheben ist. Das Gebiet hat somit insbesondere eine hohe Bedeutung als Pufferzone für die Neye-Talsperre mit repräsentativer Wertigkeit der Buchenmischwälder. Das Gebiet ist von regionaler Bedeutung im Biotopverbund naturnaher Laubwälder und Quellbäche und als naturschutzwürdig zu klassifizieren. Erhaltung und Förderung der strukturellen Vielfalt des Buchenwaldes mit naturnaher Waldbewirtschaftung haben einen hohen Wert im Bergischen Land. Als Entwicklungsmaßnahme könnte der behutsame Umbau von Fichtenwäldern in standortgemäße Waldgesellschaften angestrebt werden. Weiterhin ist die Erhaltung von Quellsiefen mit ihrer naturnahen Begleitvegetation ein regionales Ziel.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <LRT-ID > (94,23 ha)
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) <9110> (83,76 ha)
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (2,20 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (16,75 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Nadelwaelder (nicht auf Duenen) <NAK0> (4,19 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (0,83 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (2,09 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (4,33 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (48,16 ha)
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (20,94 ha)
  • Buchenmischwald mit Nadelbaumarten <AA4> (31,41 ha)
  • Eichenmischwald mit Nadelbaumarten <AB5> (4,19 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <AC5> (2,20 ha)
  • Sonstiger Laubmischwald einheimischer Arten (ohne dominante Art) <AG2> (4,19 ha)
  • Fichtenmischwald mit heimischen Laubbaumarten <AJ1> (52,35 ha)
  • Douglasienmischwald <AL2> (8,38 ha)
  • Roteichenwald <AO0> (4,19 ha)
  • Windwurffläche <AT2> (20,94 ha)
  • Aufforstung, Pionierwald <AU0> (4,19 ha)
  • Nass- und Feuchtwiese <EC1> (0,36 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <EC2> (0,47 ha)
  • stehendes Kleingewässer <FD0> (2,09 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <FM1> (4,33 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Minze (Mentha arvensis)
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Besenheide (Calluna vulgaris)
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Breitblättrige Stendelwurz (Epipactis helleborine)
  • Brennender Hahnenfuss (Ranunculus flammula)
  • Douglasie (Pseudotsuga menziesii)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Echtes Mädesüss (Filipendula ulmaria)
  • Esche (Fraxinus excelsior)
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus)
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Frühlings-Hainsimse (Luzula pilosa)
  • Gegenblättriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gewöhnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris s.l.)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Großes Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Hain-Veilchen (Viola riviniana)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Himbeere (Rubus idaeus)
  • Kleinblütiges Springkraut (Impatiens parviflora)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi)
  • Lärche (unbestimmt) (Larix spec.)
  • Moor-Birke (Betula pubescens)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Pfennigkraut (Lysimachia nummularia)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rippenfarn (Blechnum spicant)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica)
  • Schmalblättriges Wollgras (Eriophorum angustifolium)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schönes Johanniskraut (Hypericum pulchrum)
  • Spitz-Ahorn (Acer platanoides)
  • Spitzblütige Binse (Juncus acutiflorus)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stern-Segge (Carex echinata)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Pippau (Crepis paludosa)
  • Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Tanne (Abies alba)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Wacholder (Juniperus communis)
  • Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)
  • Wasser-Schwaden (Glyceria maxima)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Zweiblättrige Schattenblume (Maianthemum bifolium)
Tierarten:
Schutzziele:
  • Erhaltung und Förderung naturnaher Wälder mit Altholzbeständen.
    Erhaltung naturnaher Bäche und Quellen.
    Erhaltung extensiv genutzten Feuchtgrünlands.
Gefährdungen:
Maßnahmen:
  • dynamisches Altholzkonzept
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
Die Kartenanwendung benötigt Javascript. Falls Sie diese Karte aufrufen möchten, schalten Sie in Ihrem Browser Javascript ein.