Imagines/Alttiere
| Phänologie |
| Wanderphase zum Laichgewässer |
- (Ende Februar) März-Mai (Medianwert: meist Mitte April)
|
| Laichperiode |
|
| Fortpflanzungszeit |
|
| Wanderphase/Zugzeit zum Sommerlebensraum |
- Mitte Juli – bis September (bis Oktober)
|
| Wanderphase/Zugzeit zum Winterlebensraum |
- Jungtiere: ab August bis Oktober, auch noch längere Zeit im Gewässer
- Alttiere: August bis Oktober
|
| Reproduktion |
| Anzahl Eier |
- zw. 200-400 Eier (min: 50 – max. 700)
|
| Eiablageplatz |
- Bevorzugung von oberflächennahen Teilen von Wasserpflanzen (z.B. Flutender Wasserschwaden (Glyceria fluitans)), zwischen denen die Eier geklebt werden
- Weibchen wickeln ihre (einfarbig gelblich bis weißlich-grünliche) Einzeleier vollständig ein, so dass von außen nichts vom Ei zu sehen ist
|
| Anzahl Zyklen |
- Durchschnittliche Länge der reproduktiven Lebensspanne ca. 2,5 Jahre
|
| Mobilität |
| Aktionsraum |
- Ausbreitung der Jungtiere: max. 860 Meter (KUPFER 2000)
|
| Wanderstrecke |
- Distanzen über 1000 Meter
|
| Aktivität |
| Tageszeitliche Aktivität |
- Aquatische Phase: späte Abenddämmerung
|
| Rufaktivität |
- Rufaktivität: - (leise Abwehrlaute: beide Geschlechter)
|
| Bewegungsaktivität |
|
| Lebensdauer |
- max. Lebensdauer im Freiland bis zu 18 Jahren, in Gefangenschaft bis 28 Jahre
|
| Geschlechtsreife |
- meist nach zwei bis drei Jahren
|
| Ernährung |
- Räuberisch/Opportunistisch (während des Wasseraufenthalts ist der Nahrungsbedarf am Größten)
|
Populationsbiologie
| Populationsstruktur |
- Evtl. Ausbildung von Metapopulationen
|
| Populationsdichte |
- k.A./ Beispiel Westfalen (Feldmann 1981) Häufigkeitsklassen: < 10 = 80,9 %, 10-20 = 11,3 , 21- = 1,7%, 31-50 = 2.6 %, 51 – 100 = 2,2 %, 101 – 200 = 1,3 %
- aber auch max. >4500 Ind./ Gewässer (-komplex) (Henf 2002)
|
| Geschlechterverhältnis |
- 1:1 (Weibchen:Männchen), aber auch höhere Weibchenanteile möglich
|
| Mortalität |
- Ei-Larve: Schlupfrate ca. 50 %
- Larve-Im: Emergenz: enorme Schwankungsbreite von 0,3 % - 9,9 % (Kupfer 1996)
- Imago: erhöhte Mortalität während der Laichphase
|
Lebensraum
| Primärstandorte |
- Feuchtgebiete in offenen Landschaften (vor allem Auenlandschaften) als auch größere geschlossene Waldgebiete mit relativ großen, tiefen Stillgewässern mit Unterwasservegetation
- idealerweise sollten die Gewässer sowohl dichte Vegetation mit Versteck- und Eiablageplätze als auch offene Wasserflächen zur Paarung beherbergen, geringe Beschattung aufweisen und Wasservögel und Fischarm bis - frei sein und ein Vorhandensein von benachbarten Gewässern, die durch günstige terrestrischen Habitate verbunden sein sollten
|
| Sekundärstandorte |
- Abgrabungsgewässer (aller Art)
|
| Winterlebensraum |
- (Au-) Wald (sowohl aquatische als auch terrestrische Überwinterung belegt)
|
| Sommerlebensraum |
- Frühjahrs- und Sommerlebensraum im gleichen Gewässerhabitat
|
| Wanderkorridore |
- Abhängig von den zw. den Land- und Wasserlebensräumen liegenden Landschaften
- Nutzung von relativ offenen Flächen, mit geringen Raumwiderstand bei geeigneter Witterung
|
| Fortpflanzungsgewässer |
| Gewässertyp |
- Benthosbewohner in selten austrocknenden, gering beschatteten, vegetationsreichen Tümpeln, Teichen & Weihern, häufig in Offenlandlage
- Gewässergröße: mind. 50 m2
- Gewässertiefe: meist über 50 cm Tiefe
|
| Temperatur |
|
| Sediment |
- i.d.R. dystrophe Gewässer
|
| Fischbesatz |
- Wirkt sich nachhaltig negativ aus
|
| Vegetationsstruktur |
- Vertikale Vegetationszonierung charakteristisch
|
| Chemismus des Gewässers |
| Allgemein |
- pH-Wert: k.A.
- Leitfähigkeit: k.A.
|